Der kleine Beutenkäfer - Aethina tumida

Ausbreitung in den USA



Zur Grafik siehe auch das Bekämpfungsprogramm in den USA unter http://www.ces.ncsu.edu/richmond/beekeeping/hivebeetle.html

Der Kleine Beutenkäfer, die neue Geisel der Bienen und Imker, trat zum Ersten Mal im Frühjar 1998 in Florida auf.
Vor seiner Entdeckung in den USA war seine Existenz nur in den tropischen oder subtropischen Gegenden von Afrika bekannt. Wie er seinen Weg nach Nordamerika gefunden hat ist nicht sicher.
Da sich die erwachsenen Tiere von Früchten ernähren und besonders auf Melonen erpicht sind könnten die Käfer mit einem Fruchtimport aus Afrika eingeschleppt worden sein.
Dieses Szenario ist sicherlich auch in Europa denkbar.

Während der kleine Beutenkäfer in Afrika keine allzuernste Bedrohung darstellt hat sich bei Imkern in Florida herausgestellt, daß sogar starke Bienenvölker in kürzester Zeit zugrunde gegangen sind.
Zum Stand Februar 1999, wurde der Käfer un Völkern in Florida, Geargia in Nord und Süd-Carolina festgestellt. Diese Daten lassen den Schluß zu, daß sich der Käfer nur an der Ostküste der USA verbreiten konnte. Das könnte mit der sandigen Beschaffenheit der dortigen Böden zu tun haben in denen der Käfer seinen Lebenszyklus erfolgreich zu Ende bringen kann. Bis heute hat man festgestellt daß zum Beispiel in Georgia wo es keine sandigen Böden gibt der Befall keine existenzbedrohenden Ausmaße angenommen hat!

Beschreibung

    
Der erwachsene Käfer ist klein (etwa 1/3 so groß wie eine Biene), rotbraun oder schwarz gefärbt und mit feinen Härchen bedeckt.
  
Die Laven sind klein, cremefaben/beige und ähneln jungen Wachsmottenlarven. Man kann beide unterscheiden indem man die Beine untersucht. Die Larven des Beutenkäfers haben drei Paar Beine kurz hinter dem Kopf. Wachsmottenlarven haben, wie alle Motten- und Schmetterlingslarven drei Beinpaare hinter dem Kopf aber zusätzlich noch angedeutete Beinpaare verteilt auf die ganze Länge Ihres Körpers. Diese gibt es bei der Larve des kleinen Beutenkäfers nicht!

Lebenszyklus

Erwachsene Weibchen legen ihre Eier massenweise auf oder in die Nähe von Waben ab. Bevorzugt werden lichtferne Ritzen. Typischerweise ist das in einer Beute hinten oben. Die Eier bringen innerhalb weniger Tage unzählige kleine Larven hervor. Diese fressen Pollen und Wachs genauso wie Honig, Bieneneier und Brut.
Sie beenden ihr Larvenstadium nach 10 bis 16 Tagen, verlassen die Beute, fallen zu Boden, graben sich ein und verpuppen sich im Boden.
Die erwachsenen Tiere kriechen nach etwa 3-4 Wochen aus dem Boden. Eine Woche danach können die Weibchen bereits in Eiablage gehen.
Sie sind gute Flieger und können sich mühelos an neue Bienenvölker heranmachen wo sie dann wieder ihre Eier legen und einen neuen Zyklus starten.

Genaue Beobachtung von befallenen Völkern in Georgia hat gezeigt, daß die Käfer im Winter ihre Fortpflanzung komplett einstellen.

Schaden

Währen die Bedrohung in Südafrika als gering eingestuft wird zeichnet es sich in den USA ab, daß sich der Befall zu einer ernstzunehmenden wirtschaftlichen Bedrohung entwickelt. Zumindest in einigen Gegenden.
Ob er sich in kühlen Gegenden oder in Gegenden ohne sandigen Boden ausbreiten kann ist noch nicht sicher.

In Nord Amerika scheint es als ob der Käfer starke Völker ohne große Gegenwehr befallen könne. Wenig Käfer könne Massen von Larven produzieren. Zu der Tatsache, daß die Larven die Vorräte der Bienen vernichten kommt erschwerend hinzu daß die erwachsenen Käfer den Honig durch Fäkalien verunreinigen was dazu führt, daß dieser Flüssig wird und aus den Waben rinnt.
Dieser Honig wird von den Bienen nichtmehr als Honig erkannt, somit auch nichtmehr eingelagert.

Volle Honigräume die separat gelagert werden oder volle Honigräume schwacher Völker scheinen bevorzugt befallen zu werden.
Wenn der Befall stark ist - auch in staken Völkern wird die Königin die Eiablage einstellen und das Volk wird ausziehen.
Auf diese Art und Weise halten sich auch die Südafrikanischen Bienen den Käfer vom Leib.

Berühmte Imker